Friseurinnen und Friseure sollten sich darauf vorbereiten, ab dem 4. Mai ihren Betrieb wieder aufzunehmen. Damit sich in Friseursalons niemand mit dem Coronavirus ansteckt, bietet die BGW Infos, den Arbeitsschutzstandard für die Friseurbranche sowie Antworten auf häufige Fragen.

“11. Unter den Dienstleistungsbetrieben, bei denen eine körperliche Nähe unabdingbar ist, sollen sich zunächst Friseurbetriebe darauf vorbereiten, unter Auflagen zur Hygiene, zur Steuerung des Zutritts und zur Vermeidung von Warteschlangen sowie unter Nutzung von persönlicher Schutzausrüstung den Betrieb ab dem 4. Mai wieder aufzunehmen.”

Bei der Wiedereröffnung der Friseursalons sind in der laufenden Coronapandemie schwerwiegende Änderungen in der Arbeitsorganisation und der Abläufe notwendig. Die bereits bestehenden Regelungen für die Hygiene im Friseursalon einzuhalten ist jetzt wichtiger denn je. Zusätzlich ergeben sich aus der erhöhten Infektionsgefahr weitere Maßnahmen zum Schutz von Beschäftigten und Kunden sowie Kundinnen.

Wichtige Voraussetzung ist das konsequente Einhalten der allgemeinen Schutzmaßnahmen:

  • Mindestens 1,5 – 2 Meter Abstand von anderen Menschen einhalten, soweit es die Tätigkeit erlaubt
  • Eine gute Händehygiene praktizieren
  • Sich an die Hust-Nies-Etikette halten
  • Auf das Händeschütteln verzichten
  • Sich möglichst wenig ins Gesicht fassen, um etwaige Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzunehmen
  • Mitarbeitende mit Anzeichen für einen Atemwegsinfekt oder nach dem Kontakt mit einer möglicherweise an COVID-19 erkrankten Person sollen nicht zur Arbeit kommen
  • Mitarbeitende in Hygiene und Arbeitsschutz unterweisen und mit Mund-Nasen-Bedeckung, Einmalhandschuhen und ggf. mit Schutzkittel ausstatten
  • Kunden einweisen und nur bedienen, wenn die Kunden Mund-Nasen-Bedeckung und Schutzumhang tragen

Grundlegende Maßnahmen werden von Landes- und Bundesbehörden zur Wiedereröffnung der Salons vorgegeben und müssen laufend umgesetzt werden.

Aktualisiert: 29.04.2020

Beispiele für Schutzmaßnahmen zur Infektionskontrolle, unter Berücksichtigung der Distanzregeln sowie alternativer Maßnahmen bei Friseurtätigkeiten:

Die Beispiele beziehen sich überwiegend auf organisatorische und personenbezogene Maßnahmen. Nur einige Maßnahmen können auf technischer Seite durchgeführt werden. Die Saloninhaber/innen sind gehalten, sie je nach Gefährdungsbeurteilung zu ergänzen (siehe Branchenschutzstandard).

a) Anpassungen im Friseursalon

  • Einrichten von Plätzen, an denen sich die Kundinnen/Kunden die Hände waschen/desinfizieren 
  • Wartezonen sperren
  • Bodenmarkierungen für den notwendigen Abstand anbringen
  • Handwaschplätze für Beschäftigte mit Flüssigseife-Spendern und/oder Händedesinfektionsmittelspender und Einmalhandtücher einrichten
  • Optimierte Lüftung: z. B. Stoßlüftung mindestens stündlich
  • bevorzugt bargeldlose Zahlung, nach dem Kontakt mit Bargeld Hände waschen bzw.